Trends und Entwicklungen der privaten Kreditaufnahme
Aufgabenstellung:
Seit 2003 analysiert die SCHUFA Trends und Entwicklungen der privaten Kreditaufnahme auf Basis des SCHUFA-Datenbestandes. Untersucht werden verschiedene Indikatoren zur Entwicklung der Kreditverpflichtungen und der Kreditausfallraten in Deutschland. Im Vordergrund stehen dabei Ratenkredite (auch Ratenzahlungskredite genannt), die typischste Form der Konsumentenkredite.
Kernergebnisse der Auswertungen für 2012:
- Konstant hohes Rückzahlungsverhalten: Insgesamt 97,5 Prozent aller Ratenkredite – so viel wie in den Vorjahren – wurden im Jahr 2012 ordnungsgemäß bedient.
- Zu 91,2 Prozent der Personen im SCHUFA-Datenbestand lagen 20121 ausschließlich positive Informationen vor. Die positiven Kreditbiographien bleiben damit ebenfalls unverändert auf einem hohen Niveau.
- Die Anzahl der angefragten (18,407 Mio. auf 19,432 Mio.) und aufgenommenen Kredite (7,183 Mio. auf 7,679 Mio.) haben leicht zugenommen, die aktuellen Kreditverpflichtungen (8.627 auf 9.190€) deutlich.
- Die Kreditlaufzeiten sind im 10-Jahres-Vergleich weiter rückläufig (2002: 45 Monate / 2007: 44,8 / 2012: 43,1)
- Die durchschnittliche Höhe von neu aufgenommenen Krediten blieb mit 7.708€ konstant (2011: 7.712€)
Zusammengefasst stehen junge Erwachsene auch 2012 oft besser dar, als die Gesamtbevölkerung:
- Die Anzahl der neu aufgenommenen Kredite in der Altersgruppe der 18-19 und 20-24 Jährigen war leicht rückgängig (von 35.585 auf 32.112 und von 773.163 auf 751.124).
- Die durchschnittliche Höhe von neu aufgenommenen Krediten durch 18-24 Jährige stieg (18-19 Jährige: von 3.307 auf 3.663€ / 20-24 Jährige: 4.658 auf 4.779€), während sie in der Gesamtbevölkerung (7.712 auf 7.708€) konstant blieb.
- Der Anteil der ausgefallenen Kredite bleibt bei den 18-19 Jährigen mit 3,4% zwar über dem Gesamtdurchschnitt von 2,5% ist aber rückläufig (2011: 3,5%).
- Beim Anteil der Personen mit min. einem Negativmerkmal (Gesamtdurchschnitt ist bei 8,8% geblieben), stehen die 18-24 Jährigen mit 6,6% deutlich besser da. Sowohl die 18-19 wie auch die 20-24 Jährigen haben sich im letzten Jahr verbessert (von 1,4% auf 1,2% und von 8,9% auf 8,4%).











