Daten zur Einkommensverteilung werden meist auf Haushaltsebene erhoben. Um unterschiedliche Haushaltsgrößen vergleichen zu können und Struktureffekte auszugleichen, wird das äquivalenzgewichtete Personennettoeinkommen bestimmt. Das Äquivalenzeinkommen ist ein aus dem Haushaltseinkommen ermitteltes bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen der Haushaltsmitglieder in Abhängigkeit vom Alter. Der Haupteinkommensbezieher wird nach der neuen OECD-Skala mit dem Faktor 1,0 gewichtet, alle weiteren Haushaltsmitglieder ab 14 Jahren mit 0,5 und Personen unter 14 Jahren mit dem Faktor 0,3. Damit wird berücksichtigt, dass Mehrpersonenhaushalte gegenüber kleineren Haushalten durch gemeinsames Wirtschaften Einspareffekte erzielen.
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Eine Form des Konsumentenkredits. Nicht-Ratenkredit auf das Lohn und Gehaltskonto, der hauptsächlich zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe genutzt wird.
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Ländertypisches Zahlungsverhalten, Verschuldungsmuster, genutzte Kreditformen.
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Das Haushaltsnettoeinkommen ergibt sich aus dem Haushaltsbruttoeinkommen vermindert um Einkommen- und Vermögenssteuern, Pflichtbeiträge der Sozialversicherung und ab 1992 um den Solidaritätszuschlag. Das Haushaltsnettoeinkommen umfasst nicht die Auflösung von Ersparnissen, die Aufnahme von Krediten, den Verkauf von Vermögenswerten, Gewinne, Erbschaften etc.
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Mit der Insolvenzordnung (InsO) ist in Deutschland ein einheitliches Insolvenzverfahren geschaffen worden, dessen Ziel in der bestmöglichen Befriedigung der Gläubiger besteht. Hierzu wird das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös unter den Gläubigern gleichmäßig verteilt. Das Insolvenzverfahren kann über das Vermögen jeder juristischen und natürlichen Person eröffnet werden. Ist die betreffende Person nicht unternehmerisch tätig, so spricht man von der Verbraucher- bzw. Privatinsolvenz. Zudem können natürliche Personen eine Restschuldbefreiung beantragen, die nach Abschluss des Verfahrens dem Schuldner den wirtschaftlichen Neuanfang ermöglicht. Voraussetzung für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ist die Zahlungsunfähigkeit (§ 17 Abs. 1 InsO) oder die drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 Abs. 1 InsO). Bei einer juristischen Person ist auch die Überschuldung Eröffnungsgrund (§ 19 Abs. 1 InsO). Seit Einführung der Insolvenzordnung zum 1. Januar 1999 haben bis 2009 rund 600.000 Personen einen Insolvenzantrag gestellt.
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Auch als Konsumfinanzierung bezeichnet. Bezieht sich auf private Raten-, Nicht-Raten- und Dispositionskredite. Hypothekenkredite zählen nicht dazu.
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Wortherkunft: credere (lat.) glauben, vertrauen. Befristete, gewerbliche Bereitstellung
von Kaufkraft.
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Rückläufige Kreditdynamik, die aufgrund einer Einschränkung des Kreditangebots entsteht. Diese Einschränkung ist quantitativ so bedeutsam, dass sie ein maßgebliches konjunkturelles Risiko begründet. Da hierbei viele Faktoren seitens des Angebots und der Nachfrage einwirken, ist der Begriff in der Finanzwirtschaft nicht einheitlich definiert.
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Die zugrunde liegende Motivation und der Umgang mit Aufnahme von Privatkrediten. Zu den meistverbreiteten Formen des Privatkredits gehören die Hypothek, der Raten- sowie der Dispositionskredit.
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Finanzielle Rückzahlungsfähigkeit, basiert auf der voraussichtlichen, künftigen Einkommenssituation und des bisherigen Verhaltens bei Kreditrückzahlungen.
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Neben der Prüfung von Sicherheiten umfasst die Kreditwürdigkeit auch die bisherige „Kreditgeschichte“ bei der Kreditvergabe. Dabei wird insbesondere berücksichtigt, ob Kredite in der Vergangenheit über einen längeren Zeitraum vertragsgemäß bedient worden sind und ob es nicht zu Zahlungsausfällen gekommen ist.
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Das Verhältnis der Änderung der Konsumausgaben zur Änderung der Einkommen. Liegt sie über 100 Prozent, bedeutet dies, dass jede zusätzliche Einkommenseinheit konsumiert wird, was die Kreditnachfrage steigert.
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Sämtliche ökonomisch und/oder juristisch geregelten Zahlungsverpflichtungen, die bei einer Einzelperson oder bei einem Haushalt entstehen können. Unterschieden wird grundsätzlich nach Finanz-, Waren- und Dienstleistungskrediten.
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Der von der SCHUFA entwickelte Privatverschuldungsindex ist eine statistische Messzahl und zeigt, inwiefern kritische Anzeichen der privaten Verschuldung bzw. Überschuldungsgefahren in verschiedenen Regionen Deutschlands zu oder abgenommen haben. Mit dem Privatverschuldungsindex sind Prognosen möglich, die auf dem von der SCHUFA entwickelten Risikomodell und den dort definierten drei kritischen Warnsektoren Gelb, Orange und Rot basieren. Diese Sektoren enthalten jeweils eine Indikatoren- Kombination aus weichen und harten Negativmerkmalen wie beispielsweise einem Zahlungsausfall, einem Kreditausfall und/oder der Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung.
Die PVI-Prognose ist einzigartig in der Überschuldungsforschung und zeigt, wie sich die kritischen Anzeichen der privaten Verschuldung über einen Zeitraum von etwa zwölf Monaten entwickeln werden.
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Der Ratenkredit hat seinen Ursprung in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts und wird häufig als Konsumentenkredit bezeichnet. Dabei macht er nur einen Teil der Konsumfinanzierung aus. Zu zwei Dritteln dienen die Ratenkredite der Absatzfinanzierung langlebiger Konsumgüter am Point of Sale. Das restliche Drittel wird in Form von Barkrediten zur freien Verwendung herausgelegt. SCHUFA – Der Name SCHUFA steht für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. Die SCHUFA verhilft zu einer schnellen und kostengünstigen Kreditaufnahme. Im Prinzip sind von nahezu jedem erwachsenen Bürger, der in Deutschland am Wirtschaftsleben teilnimmt, kreditrelevante Daten bei der SCHUFA notiert. Dies sind personenbezogene Daten wie Name, Geburtstag, Anschrift sowie andere kreditrelevante Daten wie Girokonto, Kreditkarte, laufende Kredite, Zahlungsausfälle etc. Die SCHUFA stellt den ihr angeschlossenen Unternehmen (z. B. Banken, Leasinggesellschaften, Handels- oder Telekommunikationsunternehmen) einen wesentlichen Teil der für das Geschäft erforderlichen Informationen zur Verfügung. Im Gegenzug melden die Unternehmen der SCHUFA Informationen zum Kreditverhalten ihres Kunden. So werden die SCHUFA Daten regelmäßig aktualisiert.
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Mit Unterzeichnung der SCHUFA-Klausel entbindet ein Verbraucher den Kreditgeber von der Bankgeheimnispflicht. Damit wird dem Kreditgeber ermöglicht, der SCHUFA Angaben über die Aufnahme und Abwicklung von Kreditgeschäften eines Verbrauchers zu liefern.
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Das SOEP ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung privater Haushalte in Deutschland. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) führt die Erhebung im jährlichen Rhythmus seit 1984 bei denselben Personen und Familien durch. Die Befragung umfasst 12.000 Haushalte mit insgesamt rund 23.000 Personen. Themenschwerpunkte sind u. a. Persönlichkeitsmerkmale, Erwerbs- und Familienbiographien, Erwerbsbeteiligung und berufliche Mobilität, Einkommensverläufe, Haushaltszusammensetzung, Wohnsituation, gesellschaftliche Partizipation, Zeitverwendung und Lebenszufriedenheit.
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Es gibt keine allgemein gültige Definition für Überschuldung. Folgende Begriffsbestimmung beschreibt Überschuldung als einen Prozess:
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Die Differenz von Nettoeinnahmen und Ausgaben (inkl. Verpflichtungen aus Krediten) des Haushalts ist positiv und kleiner 50 Euro.
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Verschuldung ist jede Form des Eingehens von Zahlungsverpflichtungen und stellt ein normales, in vielen Haushalten unvermeidliches Verbraucherverhalten dar. Verschuldung meint daher lediglich die Kreditaufnahme und ist strikt von dem Begriff Überschuldung zu trennen.
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Offene, ausreichend gemahnte und unbestrittene Forderung, die der SCHUFA von den angeschlossenen Unternehmen gemeldet wurden. Siehe Negativmerkmal.
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