Aufgabenstellung
Wie ist das „Zahlungswissen“ der Deutschen ausgeprägt und welche persönliche Einstellung haben sie gegenüber Schulden? Gibt es eine Korrelation zwischen „Zahlungswissen“ und „Schuldenneigung“? Im Jahr 2003 führte die GfK im Auftrag der SCHUFA eine repräsentative Befragung von 2000 für die in privaten Haushalten für die Finanzen verantwortlichen Personen durch. Hintergrund war die Frage, welchen Einfluss die Schuldenneigung – als persönliche Disposition unabhängig von äußeren Einflussfaktoren – auf das Kreditverhalten hat.
Kernergebnis
Es hat sich generell eine positive Korrelation zwischen Zahlungswissen und schuldengeneigter Einstellung herausgestellt. Im Vergleich verschiedener Einkommensgruppen zeigt sich, dass die „Finanzvorstände“ von Haushalten mit höherem Einkommen tendenziell weniger schuldengeneigt eingestellt sind. Auch scheint mit der Höhe des allgemeinen Bildungsgrades die Schuldenneigung abzunehmen. Mit wachsendem Einkommen steigt das Zahlungswissen und sinkt die Schuldenneigung. Personen mit sehr niedrigem Zahlungswissen sind stark schuldengeneigt. Im Übrigen zeigte sich, dass ein zureichendes Zahlungswissen bei einem Großteil der Bevölkerung unterstellt werden darf.
Autor
Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen, ist in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media aktiv. Insgesamt gehören der GfK Gruppe 150 operative Unternehmen an, die über 100 Länder abdecken. Von den 10.267 Beschäftigten (Stand 31. März 2009) arbeiten mehr als 80 Prozent außerhalb Deutschlands.
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