Aufgabenstellung
Geraten minderjährige Kinder und Jugendliche zunehmend in die Ver- und Überschuldungsfalle? Diese in der Öffentlichkeit weitverbreitete Meinung war Anlass für die repräsentative Befragung von 1.003 Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren. Untersucht wurde der Kauf und die Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien und inwiefern das Mobiltelefon zu einer möglichen Ver- und Überschuldung beiträgt. Zur Sprache kommen außerdem die Finanzerziehung, die Einnahmesituation, Kauf-, Konsum- und Verschuldungsmuster sowie das Sparverhalten von Jugendlichen.
Kernergebnis
Die Jugendstudie bescheinigt den über 1.000 Befragten eine größere Finanzkompetenz als weithin vermutet. Positiv stellt sich insbesondere das Sparverhalten der Kinder und Jugendlichen dar: 84 Prozent haben durchschnittlich 1.000 Euro gespart. Die meisten gaben ihr Geld für Kleidung, Ausgehen, Handy und Unterhaltungsmedien aus. Wenn es zur Verschuldung bei Jugendlichen kommt, ist quer durch alle Gruppen und Schichten zu finden.
Autoren: Prof. Dr. Elmar Lange, Dr. Karin R. Fries
Schirmherrschaft: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kooperationspartner: Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
Über die Autoren
Prof. Dr. Elmar Lange ist Universitätsprofessor für Soziologie an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, dort mitzuständig für die Lehrgebiete, Sozialstrukturanalyse, Wirtschaftssoziologie und Methoden empirischer Sozialforschung.
Dr. Karin R. Fries ist Research Director und Head of Synovate Kids+Teens in München (ehemals IJF Institut für Jugendforschung).