Trends und Entwicklungen der privaten Kreditaufnahme 2010

Aufgabenstellung:

Seit 2003 analysiert die SCHUFA Trends und Entwicklungen der privaten Kreditaufnahme auf Basis des SCHUFA-Datenbestandes. Untersucht werden verschiedene Indikatoren zur Entwicklung der Kreditverpflichtungen und der Kreditausfallraten in Deutschland. Im Vordergrund stehen dabei Ratenkredite (auch Ratenzahlungskredite genannt), die typischste Form der Konsumentenkredite.

Kernergebnisse:

  • Die Zahl aller laufenden Ratenkredite ist bis Ende 2010 auf 17,3 Millionen angestiegen. Im Jahr zuvor waren es 16,8 Millionen und im Jahr 2008 15,7 Millionen.
  • 2010 wurden rund 7,3 Millionen neue Ratenkredite abgeschlossen. Das sind rund 4 Prozent weniger als im Vorjahr (7,6 Millionen), aber mehr als 2008 (6,9 Millionen).
  • Gemessen an der Zahl der Anfragen von Banken nach SCHUFA-Informationen ist das Interesse der Verbraucher an Ratenkrediten im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent gesunken. Im Jahr 2009 war das Interesse, bedingt durch Sondereffekte wie die sogenannte „Abwrackprämie“, besonders hoch (+17 Prozent im Vergleich zu 2008).
  • Tendenziell werden immer mehr Kleinkredite mit einem Volumen bis 1.000 Euro in Anspruch genommen.
  • Im Schnitt lag die Höhe der neu aufgenommenen Ratenkredite 2010 bei 7.099 Euro. Im Jahr 2009 war der Betrag noch rund 400 Euro höher.
  • 97,5 Prozent der Ratenkredite wurden 2010 ordnungsgemäß zurückgezahlt (2009: 97,6 Prozent). Bei den unter 30-Jährigen nahmen die Kreditausfälle im Dreijahresvergleich tendenziell stärker zu als im Durchschnitt.
  • 91,3 Prozent der Personen im SCHUFA-Daten bestand hatten 2010 eine positive Kreditbiographie (2009: 91,5 Prozent).