Wege aus der Verschuldung

Aufgabenstellung

Welche persönlichen Verhaltensstrategien führen in finanziell kritischen Lebenssituationen zum Erfolg und welche nicht? Wie unterscheiden sich die Vorgehensweisen von Kreditnehmern bei gelingenden und misslingenden Kreditbedienungen? Hierzu werden aus dem Schulden-Kompass 2003 die Untersuchungen zum „Zahlungswissen“ und zur „Schuldenneigung“ ergänzend ausgewertet. Der handlungstheoretische Ansatz ist unabhängig von der Einkommenssicherheit oder dem Vermögen des Kreditnehmers. Es wird davon ausgegangen, dass die Verhaltensregulation beeinflusst wird vom Wissen um geeignete Vorgehensweisen, vom Wissen um Auswahlkriterien für optimale Vorgehensweisen sowie von Motivationen zur tatsächlichen Nutzung dieser Wissensvoraussetzung.

Kernergebnis

Es zeigt sich, dass das „Zahlungswissen“ mit Bildungsabschluss und dem Netto-Einkommen der Befragten in Zusammenhang steht. Mit höherem Bildungsabschluss und Netto-Einkommen steigt das „Zahlungswissen“. Hingegen haben Arbeitslosigkeit, Lebensalter und Geschlecht zur Vorhersage von „Schuldenneigung“ keine Relevanz.

Autoren

Prof. Dr. Winfried Hacker: Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie, Allgemeine Psychologie am Fachbereich Psychologie der Technischen Universität Dresden. Ehrendoktorwürde (Dr. phil. h.c.) der Universität Bern. 2008 zum 1. Beisitzenden des Ehrengerichts der Deutschen Gesellschaft für Psychologie gewählt.

Dr. Peggy Looks: Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Winfried Hacker in der Arbeitsgruppe „Wissen-Denken-Handeln“ des Fachbereichs Psychologie der Technischen Universität Dresden.



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