Wandel der Alltags- und Lebensökonomien

Aufgabenstellung:

Heute stehen private Haushalte vor ganz neuen Herausforderungen, ihre Finanzen zu managen. Wie diese Herausforderungen aussehen und wie sich die konkreten Rahmenbedingungen für das Wirtschaften im Privathaushalt in den vergangenen 20 Jahren verändert haben, beschreibt Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky in nebenstehendem Kapitel. Er betrachtet die Entwicklung anhand ausgewählter quantitativer Indikatoren. Birgit Bürkin ergänzt diese Darstellung durch Fallbeispiele, die zeigen, was die veränderten Umstände für den einzelnen Haushalt bedeuten.

Kernergebnisse:

Haushalts- und Lebensformen befinden sich im Wandel. Durch die Zunahme von Ehescheidungen und den Rückgang von Eheschließungen und von Geburten leben immer mehr Menschen in kleinen Haushalten. Die wirtschaftliche Gestaltung des Alltags ist für Ein- oder Zweipersonenhaushalte besonders schwierig. Zugleich hat sich das Risiko eines Arbeitsplatzverlustes seit Anfang der 1990er Jahre erhöht. Betriebs- und Berufswechsel sind heute eine Normalität, die Teilzeitbeschäftigung und die Zahl der Selbständigen nehmen zu. Viele Menschen können ihren Lebensunterhalt nicht mehr aus eigener Kraft sichern, und immer mehr Haushalte müssen sich an eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten anpassen. Die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge belastet die Haushaltsfinanzen zusätzlich.

Autoren:

Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky; Professor für Haushalts- und Konsumökonomik;

Birgit Bürkin; Diplom-Haushaltswissenschaftlerin und freiberufliche Budgetberaterin

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