Verbraucherinsolvenz - eine zweite Chance für alle gescheiterten Schuldner? (2010)

Aufgabenstellung

Ist Schuldner gleich Schuldner und was bewirkt die sogenannte Wohlverhaltensphase? Ist eine Verbesserung der sozialen Integration - im Sinne einer zweiten Chance - erkennbar? Sei das nun die Integration in den Arbeitsmarkt, die Stabilisierung des sozialen Umfelds oder aber die Lebenszufriedenheit. Sind Veränderungen im Umgang mit Geld erkennbar?

Kernergebnis

Ist in der Regel von den Betroffenen oder den Personen im Verbraucherinsolvenzverfahren die Rede, so differenziert die Untersuchung im Ergebnis drei Typen von überschuldeten Personen. Ferner zeigt sich: Im Großen und Ganzen führt die Verbraucherinsolvenz bei allen Befragten zu grundlegenden Verhaltensänderungen: Der Umgang mit Geld wird planvoller und zukunftsorientierter, die Abhängigkeit von Transferleistungen nimmt ab.

Initiatoren und Autor

Die Längsschnittstudie zur Evaluation des Verbraucherinsolvenzverfahrens wurde durch den Verbraucherbeirat der SCHUFA Holding AG initiiert. Als fachlich erfahrener Partner konnte der Soziologe Dr. Goetz Lechner gewonnen werden, der in Kooperation mit dem Institut für Soziologie der TU Chemnitz die Untersuchung durchführte.